Maraskino – Kapitel I: Gusto

Um aus der Unerträglichkeit der Wiederholung für einen Moment auszubrechen reiste Julian Hruza Anfang 2018 nach Mexiko. Hier enstand MARASKINO – und hier begann ein wilder Trip fern ab asphaltierter Straßen.

“Kapitel I: Gusto” ist das neueste Werk von MARASKINO. Mexikanische Tonmitbringsel, exzessive Sounds und ehrlich-intime Texte machen aus dieser EP den Soundtrack für einen Roadtrip der Erinnerungen, Illusionen und Gelüste. Ein siebenminütiges Hör/Lustspiel ist der Opener und bäumt sich zu einer Heartbeatopera auf. Darauf folgt die instrumentale Tribal-House-Nummer “Culebreo”. Die Mariachitrompete bläst den Übergang zum Tex Mex-Elektronik-Trip “umso mehr”, der uns eine extatische Fahrt verspricht. Wir halten am “Traumstrand” und geben uns einem tropischen Postkarten-Popsong hin. Darüber hinaus haben Oberst & Buchner mit ihrem famosen Remix von “Liebes Tagebuch” eine epische Downbeat-Tech-Nummer beigefügt.

Im Wahnsinn aus Unordnung, Verlangen und Unfug entstand ein Album. Dessen Veröffentlichung erfolgt als EP-Trilogie: „Kapitel I: Gusto“ – begonnen in Mexiko. „Kapitel II: Irritation“ – ausgereift in Wien und „Kapitel III: Unsinn“ – irgendwo anders. Gemeinsam mit einer Riege von Kreativen hat Julian Hruza an Sounds gefeilt – und MARASKINO wurde zum Leben erweckt.

Julian Hruza ist das Herzstück und der Pulsgeber des Projekts. Seine eindringlich-bassige Stimme verführt und stimuliert. Seine Texte erregen Aufruhr, sind verdreht, optisch und bringen zum Schmunzeln. Eingebettet ist all das in treibende, lustvolle und mitunter verstörende Sounds. Bernhard Hammer (Elektro Guzzi, Buenoventura) fing jede dieser Stimmungen ein und erzeugte durch seinen unermüdlichen Schöpfungsdrang und seinen Ideenreichtum spektakuläre Klangwolken. Mit seinem breitgefächertem Musikwissen half Martin Schiske (Johann Sebastian Bass) beim Arrangement. Er führte Regie bei der Gesangsperformance und ließ den Synthesizer krachen. Am Schlagzeug und am Synth experimentierte mit einer geballten Ladung an Sensibilität Christoph Sztrakati (Julian & der Fux). Mit den richtigen Fragen schaffte es Sebastian „Zebo” Adam, die stimmigsten Lösungen zu finden – gleich einem Eukalyptus-Entspannungsbad nach einem harten Tag. Essentieller Teil des Projekts war und ist Jessica Gaspar, die Muse und Sparingpartnerin für Text, Musik und deren Wirkung.

All das zusammen ist „Contemporary Porn Pop“. Contemporary wie das Jetzt mit all seinen Sehnsüchten und Ärgernissen, Porn wie klebrig überdreht und Pop wie eingängig und amüsant.

Copyright © jhruza records 2018